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„Games sind ein Unterhaltungsmedium für (fast) alle Bevölkerungsgruppen“
Als Gast der Hochschule Fresenius Köln und des Medien Management Instituts begrüßte Prof. Dr. Werner Schwaderlapp am 15.11.11 Dr. Olaf Coenen, Geschäftsführer von Electronic Arts Deutschland und Österreich. Sein Vortrag im Rahmen der Vorlesung „Media Management“ befasste sich mit den Herausforderungen der Gamingbranche, die in Deutschland und auch international ein starkes Wachstum aufweist.
Für den Standort Köln hat die Branche eine besondere Bedeutung: die Spielemesse Gamescom findet jährlich in der Koelnmesse statt und lockte in 2011 275.000 Gamer nach Köln. Das steigende Interesse an Games lässt sich auch am Medienbudget messen, also an dem Geld, das der Einzelne für seinen Medienkonsum verwendet. In den letzten Jahren ist dieses Budget stark zugunsten von digitaler Unterhaltung in Form von Games gestiegen: mit 16% Anteil am Medienbudget lagen Games damit in 2010 vor Musik (14%), vor Filmverkauf (14%) und vor Kino(9%). Von einer Nischenbranche kann man somit keinesfalls mehr sprechen, so Coenen.

An sehr konkreten und aktuellen Beispielen, wie der Militärsimulation „Battlefield 3“, dem Online Browserspiel „Sims Social“ und dem Fussballspiel „Fifa 12“, zeigte Olaf Coenen, wie über die Idee, die Entwicklung, das Produktdesign, den Vertrieb und das Marketing ein Game Gestalt annimmt, auf dem deutschen und internationalen Markt positioniert wird und welche Erlöse ein Publisher wie EA auf welche Art und Weise generieren kann. Auch wenn die Produkte der Branche seit je her digital waren, ist die digitale Distribution nicht der Hauptabsatzmarkt von EA, rund 80% der Umsätze werden weiterhin im Retail-Geschäft, also an der Ladentheke generiert.

In der Diskussion mit Studierenden äußerte er sich ebenfalls zu Presseberichten, die den Jugend- oder Datenschutz thematisieren und gab Tipps zum beruflichen Einstieg in die Gamingbranche.
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